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Motiv: Blick über das Rote Meer bei Hurghada, idealerweise mit Boot und Küstenlinie
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Alt-Text: Blick über das Rote Meer bei Hurghada mit einem Ausflugsboot
Hurghada ist ein ausgesprochen unkomplizierter Urlaubsort: schönes Wetter, warmes Meer, lange Strände und Hotels, die einem freundlicherweise die schwierige Entscheidung abnehmen, wo man heute Abend essen möchte. Für ein paar erholsame Tage ist das ziemlich angenehm. Wer allerdings eine Woche oder länger bleibt, stellt sich irgendwann die Frage, ob Ägypten wirklich nur aus Pool, Buffet und Strand besteht.
Natürlich nicht. Das Interessante an Hurghada ist gerade die ungewöhnliche Mischung: Vor der Küste liegt das Rote Meer mit seinen Korallenriffen und Inseln, unmittelbar hinter der Stadt beginnt die östliche Wüste, und mit Kairo und Luxor befinden sich zwei der bedeutendsten historischen Reiseziele Ägyptens in erreichbarer Entfernung. Man muss sich also nicht zwischen Badeurlaub, Natur und Kultur entscheiden. Die Kunst besteht eher darin, daraus ein vernünftiges Programm zu machen – denn Kairo und Luxor sind keine Sehenswürdigkeiten, die man zwischen Frühstück und Abendessen einfach einmal „mitnimmt“.
Das Rote Meer: Schnorcheln statt nur Baden
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Motiv: Schnorchler über einem Korallenriff im Roten Meer
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Alt-Text: Schnorchler über einem Korallenriff im Roten Meer bei Hurghada
Wer in Hurghada Urlaub macht, sollte mindestens einmal ins Wasser schauen – und zwar nicht nur bis zu den Knien. Das Rote Meer gehört zu den grossen Naturerlebnissen der Region, und selbst beim Schnorcheln in relativ flachem Wasser kann man Korallen, bunte Fische und mit etwas Glück auch grössere Meeresbewohner beobachten.
Für einen ersten Eindruck reicht häufig bereits ein halber oder ganzer Tag auf dem Wasser. Je nach Ausflug geht es zu verschiedenen Riffen oder auf eine der Inseln vor der Küste. Besonders beliebt sind Touren, bei denen Schnorcheln und ein Aufenthalt an einem Strand miteinander verbunden werden. Wer nicht taucht, verpasst also keineswegs die interessanteste Seite des Roten Meeres.
Bei der Auswahl eines Ausflugs lohnt es sich allerdings, genauer hinzuschauen. Nicht jede Tour, auf der „Schnorcheln“ steht, bietet dasselbe Erlebnis. Kleine Gruppen, ausreichend Zeit im Wasser und vernünftige Rücksicht auf die Riffe sind deutlich wichtiger als die Zahl der angefahrenen Stationen. Und eine Meeresschildkröte ist kein Programmpunkt, der pünktlich um 11.30 Uhr erscheinen muss.
Wer besonders gern Schildkröten beobachtet, findet vor allem in der Region um Marsa Alam interessante Möglichkeiten zum Schnorcheln. Mehr dazu haben wir im Beitrag über [Schnorcheln mit Meeresschildkröten] – LINKVORSCHLAG: entsprechender Famco-Artikel – zusammengestellt.
Mit dem Boot zu den Inseln
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Motiv: Boot auf dem Roten Meer mit einer Insel oder Sandbank im Hintergrund
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Alt-Text: Bootsausflug vor Hurghada mit einer Insel im Roten Meer
Ein Tag auf dem Roten Meer muss nicht zwangsläufig aus einer Schnorchelmaske und möglichst vielen Korallenriffen bestehen. Auch wer lieber schwimmt, sonnt, fotografiert oder einfach ein paar Stunden auf dem Wasser verbringen möchte, findet passende Bootsausflüge.
Die Inseln vor Hurghada sind dafür besonders beliebt. Das Wasser ist meist ausgesprochen klar, und der Kontrast zwischen dem tiefen Blau des Meeres und den hellen Sandstränden wirkt selbst dann überzeugend, wenn man sich normalerweise nicht besonders für Postkartenmotive interessiert.
Wir empfehlen allerdings, bei einem Bootstag nicht nur auf das Ziel zu schauen. Die Route, die Aufenthaltsdauer und die Gruppengrösse machen einen erheblichen Unterschied. Ein Ausflug, bei dem man mehrere Stunden auf dem Boot verbringt und an jedem Stopp nur zwanzig Minuten Zeit hat, ist etwas völlig anderes als ein entspannter Tag mit ausreichend Zeit zum Schwimmen und Schnorcheln.
Gerade im Urlaub darf die Rechnung deshalb ruhig einmal andersherum aufgehen: Nicht möglichst viele Programmpunkte machen den besseren Ausflug, sondern genügend Zeit an den richtigen Orten.
Die Wüste beginnt direkt hinter der Küste
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Motiv: Jeep oder Quad in der Wüstenlandschaft hinter Hurghada
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Alt-Text: Wüstensafari mit einem Jeep in der Wüste bei Hurghada
Wer Hurghada nur vom Strand kennt, übersieht die Landschaft, die sich unmittelbar hinter der Stadt ausbreitet. Nur wenige Kilometer von der Küste entfernt beginnt eine völlig andere Welt: trocken, karg und auf den ersten Blick ziemlich menschenfeindlich – was sie landschaftlich gerade interessant macht.
Eine Wüstensafari bietet verschiedene Möglichkeiten, diese Region kennenzulernen. Mit dem Jeep geht es über Schotterpisten und durch die Berge, mit dem Quad wird die Fahrt selbst zum Erlebnis, und bei längeren Touren kann ein Besuch bei einer Beduinengemeinschaft dazukommen.
Was davon am besten passt, hängt stark davon ab, was man unter einem gelungenen Ausflug versteht. Wer Geschwindigkeit und ein bisschen Staub nicht scheut, wird mit einer Quad-Tour vermutlich mehr anfangen können als mit einer gemütlichen Jeepfahrt. Wer sich für die Landschaft und das Leben in der Wüste interessiert, sollte dagegen eine Tour wählen, bei der nicht nach einer Stunde bereits wieder der Rückweg beginnt.
Besonders schön kann eine Wüstentour am späten Nachmittag sein. Wenn die Sonne tiefer steht, verändert sich die Landschaft fast beiläufig: Aus der zunächst ziemlich gleichförmigen Fläche werden plötzlich verschiedene Beige-, Grau- und Rottöne, und die Berge bekommen Konturen, die in der Mittagshitze kaum zu erkennen sind. Das ist einer dieser Fälle, in denen die Wüste ihren besten Auftritt erst bekommt, wenn es langsam kühler wird.
Auch ein Beduinendorf sollte nicht als exotische Kulisse verstanden werden, vor der man möglichst schnell ein Foto macht. Bei einem gut organisierten Ausflug kann man etwas über die Lebensweise und die Bedingungen in der Wüste erfahren; eine touristisch inszenierte „Show“ ist dagegen etwas anderes. Ein wenig gesunder Menschenverstand bei der Auswahl des Anbieters schadet nicht.
Luxor: Wenn aus Urlaub plötzlich Geschichte wird
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Motiv: Karnak-Tempel oder monumentale Säulenhalle in Luxor
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Alt-Text: Säulenhalle des Karnak-Tempels in Luxor
Wer sich für die Geschichte Ägyptens interessiert, sollte von Hurghada aus über einen Ausflug nach Luxor nachdenken. Die Entfernung ist beträchtlich, aber die Reise lohnt sich, wenn man einmal nicht nur am Meer bleiben möchte.
Luxor liegt am Nil und war als antikes Theben über lange Zeit eines der wichtigsten Zentren des pharaonischen Ägypten. Heute gehören unter anderem der Karnak-Tempel, der Luxor-Tempel, das Tal der Könige und die Tempelanlagen am Westufer zu den grossen Sehenswürdigkeiten.
Ein Tagesausflug nach Luxor ist allerdings ein langer Tag. Das sollte man nicht schönreden. Früh aufstehen gehört dazu, ebenso eine längere Fahrt. Dafür steht man später vor Monumenten, die nicht nur gross, sondern historisch von einer Dimension sind, die man sich vorher nur schwer vorstellen kann.
Wer zwischen Kairo und Luxor wählen muss, sollte sich deshalb fragen, was ihn mehr interessiert. Kairo verbindet die Pyramiden mit einer modernen Millionenstadt und der Geschichte des islamischen und koptischen Ägypten. Luxor konzentriert sich viel stärker auf die Welt der Pharaonen und bietet dafür eine aussergewöhnliche Dichte an Tempeln und Gräbern. Wer möglichst tief in die altägyptische Geschichte eintauchen möchte, ist in Luxor besser aufgehoben; wer die berühmtesten Wahrzeichen Ägyptens und zugleich eine der grössten Städte Afrikas erleben möchte, wird Kairo vorziehen.
LINKVORSCHLAG: eigener ausführlicher Famco-Artikel zu Luxor.
Kairo: Die Pyramiden sind erst der Anfang
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Motiv: Pyramiden von Gizeh mit Blick auf Kairo
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Alt-Text: Pyramiden von Gizeh vor der Stadtkulisse von Kairo
Noch grösser ist der Kontrast bei einem Ausflug nach Kairo. Die Hauptstadt ist weit entfernt von Hurghada und ein Tagesausflug entsprechend lang, aber für einen ersten Eindruck von den Pyramiden und der Stadt kann sich die Reise lohnen.
Natürlich gehören die Pyramiden von Gizeh zu den Höhepunkten. Sie sind nicht umsonst eines der berühmtesten Bauwerke der Welt. Trotzdem wäre es schade, Kairo auf drei grosse Steine und die Sphinx zu reduzieren.
Wer ausreichend Zeit hat, sollte auch die Stadt selbst kennenlernen. Die [Zitadelle, die Muhammad-Ali-Moschee und Alt-Kairo] – LINKVORSCHLAG: Famco-Artikel „Zitadelle, Muhammad-Ali-Moschee und Alt-Kairo“ – zeigen eine völlig andere Seite Ägyptens: mittelalterliche Festungen, islamische Architektur, koptische Kirchen und die Geschichte einer Stadt, die über viele Jahrhunderte gewachsen ist.
Für einen ersten Besuch sollte man allerdings entscheiden, was einem wichtiger ist. Wer unbedingt die Pyramiden sehen möchte, wird den Schwerpunkt anders setzen als jemand, der sich vor allem für das historische Kairo interessiert. Beides an einem einzigen Tag ausführlich zu erleben, ist eher eine sportliche Übung als ein entspannter Ausflug.
El Quseir: Wenn es etwas ruhiger sein darf
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Motiv: Historische Altstadt oder Hafen von El Quseir
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Alt-Text: Historische Altstadt von El Quseir am Roten Meer
Wer nicht gleich einen langen Ausflug nach Luxor oder Kairo unternehmen möchte, findet südlich von Hurghada eine interessante Alternative. El Quseir ist eine historische Hafenstadt am Roten Meer und wirkt deutlich weniger wie ein klassischer Ferienort als die grossen Hotelzentren der Küste.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte als Hafen- und Handelsplatz zurück. In der historischen Altstadt findet man traditionelle Gebäude, einen alten Hafen und eine osmanische Festung. Vieles ist weniger spektakulär als die grossen Monumente von Luxor – aber genau darin liegt der Reiz.
Ein Besuch in El Quseir eignet sich für einen Tag, an dem nicht möglichst viel passieren muss. Ein Spaziergang durch die Altstadt, ein Blick aufs Meer und ein wenig Zeit, um die Atmosphäre aufzunehmen, können durchaus genug sein.
LINKVORSCHLAG: eigener Famco-Artikel über El Quseir bzw. entsprechender Ausflug.
Und was ist mit Marsa Alam?
Wer mehrere Wochen in Ägypten verbringt oder seinen Urlaub ohnehin weiter südlich plant, sollte auch Marsa Alam und die Umgebung in Betracht ziehen. Die Region ist vor allem für ihre Unterwasserwelt bekannt und bietet einige der besten Möglichkeiten, das Rote Meer beim Schnorcheln oder Tauchen kennenzulernen.
Marsa Mubarak und Abu Dabbab sind inzwischen keine Geheimtipps mehr, aber sie gehören zu den Orten, an denen die Unterwasserwelt selbst zum eigentlichen Reiseziel wird. Besonders die Meeresschildkröten sind ein Grund, warum Schnorchler diese Buchten besuchen.
Wer Tiere im Meer beobachtet, sollte allerdings immer daran denken, dass es sich um deren Lebensraum handelt. Abstand halten, nicht anfassen und nicht versuchen, die Tiere für ein besseres Foto zu bedrängen, sind keine komplizierten Regeln. Sie gehören schlicht zum guten Umgang mit der Natur.
LINKVORSCHLAG: eigener Artikel zu Marsa Alam / Abu Dabbab / Marsa Mubarak.
Was passt zu welchem Urlaub?
Nicht jeder Ägyptenurlaub braucht denselben Mix aus Ausflügen. Wer zum ersten Mal in Hurghada ist, wird mit einem Schnorchelausflug und einem Tag in der Wüste wahrscheinlich bereits einen guten Eindruck von der Region bekommen. Wer sich besonders für die Geschichte des Landes interessiert, sollte dagegen eher Luxor oder Kairo einplanen. Familien profitieren häufig von einer Mischung aus Meer und einem kürzeren Ausflug, während Wiederholungsreisende mit El Quseir, Wadi El Gemal oder einer längeren Tour Richtung Süden neue Seiten des Landes entdecken können.
| Wenn … | Besonders geeignet |
|---|---|
| das Rote Meer kennengelernt werden soll | Schnorchel- oder Bootsausflug |
| gerne aktiv unterwegs ist | Wüstensafari oder Quad-Tour |
| die pharaonische Geschichte im Mittelpunkt steht | Luxor |
| zum ersten Mal die berühmtesten Bauwerke Ägyptens besucht werden | Kairo und die Pyramiden |
| ein ruhigerer Ausflug bevorzugt wird | El Quseir |
| Ägypten bereits mehrfach besucht wurde | Marsa Alam, Wadi El Gemal oder weniger bekannte Ziele |
Wie viele Ausflüge sind in einer Woche sinnvoll?
Eine Woche Hurghada muss nicht bedeuten, sieben Tage lang unterwegs zu sein. Ein Kairo-Tag, ein Luxor-Tag und ein Ausflug auf das Rote Meer sind bereits ein ziemlich ordentliches Programm. Dazu vielleicht noch eine Wüstensafari – und plötzlich ist der Erholungsurlaub erstaunlich gut gefüllt.
Wir würden deshalb zwischen längeren Tagestouren und kürzeren Ausflügen unterscheiden. Nach einem langen Tag in Kairo oder Luxor tut ein ruhiger Tag am Meer nicht nur gut, er sorgt auch dafür, dass der nächste Ausflug wieder Spass macht. Wer jeden Morgen vor Sonnenaufgang aufsteht und jeden Abend mit dem Gefühl ins Bett fällt, eigentlich noch einen weiteren Tempel gesehen haben zu müssen, hat irgendwann zwar viel von Ägypten gesehen, aber wenig davon genossen.
Gerade die Mischung macht Hurghada als Urlaubsort so angenehm. Ein Tag Kultur, ein Tag Meer, ein Tag Wüste und dazwischen genügend Zeit, einfach einmal nichts zu tun, sind für viele Reisende die bessere Kombination als ein vollständig durchgetakteter Reiseplan.
Unser Rat: Nicht jeden Urlaubstag verplanen
Das vielleicht wichtigste Ausflugsziel in Hurghada ist am Ende eines, das man gar nicht buchen muss: ein freier Tag.
Ägypten ist ein Land, in dem Entfernungen manchmal erstaunlich schnell unterschätzt werden. Ein Ausflug nach Luxor oder Kairo bedeutet früh aufstehen, viele Stunden unterwegs sein und zahlreiche neue Eindrücke. Danach darf ruhig einmal ein Tag kommen, an dem nichts auf dem Programm steht ausser Meer, Schatten und der sehr ernsthaften Frage, ob man zum Mittagessen tatsächlich schon wieder Hunger hat.
Wir empfehlen deshalb eine Mischung aus Aktivität und Erholung. Ein oder zwei gut ausgewählte Ausflüge können einen Badeurlaub enorm bereichern; vier oder fünf lange Tagestouren hintereinander machen ihn dagegen schnell zur Studienreise mit Sonnenbrand.
Hurghada ist schliesslich beides: ein guter Ausgangspunkt, um Ägypten kennenzulernen, und ein ziemlich angenehmer Ort, an dem man auch einfach einmal nichts tun darf. Und manchmal ist genau das der vernünftigste Programmpunkt des ganzen Urlaubs.