Familienurlaub in Marsa Alam: Welche Ausflüge lohnen sich mit Kindern?

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Motiv: Familie beim Schnorcheln im Roten Meer, möglichst natürlich und nicht wie ein Hotel-Werbefoto
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Alt-Text: Familie beim Schnorcheln im Roten Meer bei Marsa Alam

Marsa Alam ist ein gutes Reiseziel für Familien, die im Urlaub gerne etwas unternehmen, aber nicht unbedingt jeden Morgen mit dem nächsten Programmpunkt beginnen möchten. Das Meer liegt vor der Tür, die Wüste dahinter, und dazwischen gibt es erstaunlich viel zu entdecken: Korallenriffe, bunte Fische, Meeresschildkröten und mit etwas Glück sogar einen Dugong. Gleichzeitig ist Marsa Alam deutlich ruhiger als Hurghada, was für Familien durchaus angenehm sein kann – solange man weiss, dass „ruhig“ hier manchmal auch bedeutet, dass das nächste Restaurant nicht fünf Minuten entfernt liegt.

Bei den Ausflügen lohnt deshalb ein wenig Zurückhaltung. Nicht alles, was auf einem Prospekt spektakulär klingt, wird mit einem sechsjährigen Kind automatisch zum grossen Urlaubserlebnis. Und manchmal ist der beste Ausflug der, nach dem alle noch genügend Energie für das Abendessen haben.

Schnorcheln im Roten Meer

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Motiv: Familie oder Kinder beim Schnorcheln über einem Korallenriff
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Alt-Text: Familie beim Schnorcheln im Roten Meer bei Marsa Alam

Das Rote Meer ist der grosse Trumpf von Marsa Alam, und dafür braucht es weder Tauchausrüstung noch eine besondere sportliche Begabung. Schon beim Schnorcheln lässt sich die Unterwasserwelt erstaunlich gut beobachten: Fische ziehen zwischen den Korallen hindurch, an manchen Stellen liegen Seegraswiesen und mit etwas Glück kommt eine Meeresschildkröte vorbei. Für Kinder hat das einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen Sehenswürdigkeiten an Land: Hier bewegt sich etwas.

Wie gut ein Schnorchelausflug funktioniert, hängt allerdings weniger davon ab, wie spektakulär das Riff beschrieben wird, als von den Bedingungen vor Ort. Ein flacher Einstieg, ruhiges Wasser und eine gute Betreuung sind für jüngere Kinder wichtiger als die Frage, ob das Riff als eines der schönsten Ägyptens angepriesen wird. Wer noch nicht sicher schwimmt, sollte ohnehin nicht einfach ins offene Wasser geschickt werden. Ein Glasbodenboot kann dann die wesentlich entspanntere Variante sein.

Und auch geübte kleine Schnorchler müssen nicht eine Stunde lang im Wasser bleiben. Ein paar Minuten unter der Oberfläche, eine Pause am Strand und danach wieder hinein – so darf ein Familienausflug durchaus aussehen.

Abu Dabbab: Wenn plötzlich eine Schildkröte auftaucht

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Motiv: Meeresschildkröte in der Bucht Abu Dabbab, mit ausreichend Abstand
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Alt-Text: Meeresschildkröte in Abu Dabbab bei Marsa Alam

Abu Dabbab gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen rund um Marsa Alam. Der Grund ist schnell erklärt: In der Bucht bestehen gute Chancen, Meeresschildkröten beim Schnorcheln zu beobachten. Für Kinder, die solche Tiere bisher vor allem aus Büchern oder dem Fernsehen kennen, ist das natürlich etwas anderes als ein Besuch im Aquarium.

Eine Garantie gibt es allerdings nicht. Die Schildkröten haben keinen Vertrag mit dem Ausflugsveranstalter und erscheinen nicht zuverlässig um 11.30 Uhr am vereinbarten Schnorchelplatz. Wer mit dieser Erwartung losfährt, kann enttäuscht werden. Wer einfach beobachtet und ein wenig Geduld mitbringt, erlebt dagegen möglicherweise einen dieser seltenen Urlaubsmomente, die später erstaunlich oft erzählt werden.

Wichtig ist, Abstand zu halten und die Tiere nicht anzufassen, zu verfolgen oder zu füttern. Gerade Kindern lässt sich dabei gut vermitteln, dass ein wild lebendes Tier nicht deshalb näher kommen muss, damit man es richtig gesehen hat.

Interner Link: 🟨 Abu Dabbab – Schnorcheln und Meeresschildkröten

Marsa Mubarak und die Sache mit dem Dugong

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Motiv: Dugong oder Meeresschildkröte im klaren Wasser
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Alt-Text: Dugong im Roten Meer bei Marsa Mubarak

Marsa Mubarak ist ein weiteres bekanntes Schnorchelgebiet bei Marsa Alam und vor allem wegen seiner Unterwasserwelt interessant. Meeresschildkröten lassen sich hier beobachten, und mit etwas Glück zeigt sich sogar ein Dugong. Das kleine Wort „Glück“ ist dabei durchaus ernst gemeint.

Gerade für Kinder kann diese Ungewissheit den Reiz ausmachen. Plötzlich wird der Schnorchelausflug zu einer kleinen Unterwasser-Suche: Was war das gerade? Eine Schildkröte? Ein grosser Fisch? Oder tatsächlich ein Dugong? Niemand kann das vorher versprechen, und genau deshalb sollte der Ausflug auch ohne tierische Hauptrolle funktionieren.

Marsa Mubarak wird mit dem Boot angefahren, weshalb hier stärker auf die Dauer der Tour geachtet werden sollte. Für ältere Kinder, die gerne auf dem Wasser sind und sicher schwimmen, kann ein solcher Tag grossartig sein. Für kleinere Kinder kann die lange Bootsfahrt dagegen anstrengend werden. In diesem Fall ist eine kürzere Tour oder ein Ausflug mit weniger Zeit auf dem Wasser meist die bessere Wahl.

Ein Tag auf dem Boot

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Motiv: Familie auf einem Ausflugsboot auf dem Roten Meer
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Alt-Text: Familie bei einem Bootsausflug vor Marsa Alam

Ein Bootsausflug gehört zu den klassischen Unternehmungen in Marsa Alam und kann wunderbar entspannt sein. Das Meer glitzert, die Küste verschwindet langsam am Horizont und irgendwann liegt das Boot an einem Riff. So zumindest die Idealvorstellung. In der Praxis hängt viel davon ab, wie die Tour organisiert ist.

Vor der Buchung lohnt deshalb ein Blick auf die Details: Wie lange dauert die Fahrt? Wie viele Schnorchelstopps sind vorgesehen? Gibt es Schatten und genügend Platz an Bord? Wie lange bleibt man tatsächlich im Wasser? Und wie ist die Betreuung an Bord organisiert?

Für ältere Kinder, die gerne schwimmen und schnorcheln, darf die Tour ruhig einen ganzen Tag dauern. Bei kleineren Kindern ist ein kürzerer Ausflug oft die bessere Wahl. Das ist nicht weniger abenteuerlich, sondern schlicht eine vernünftige Einschätzung der familiären Ausdauer.

Die Wüste: einmal weg vom Meer

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Motiv: Jeep in der Wüste bei Marsa Alam, idealerweise am späten Nachmittag
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Alt-Text: Jeep bei einer Wüstensafari nahe Marsa Alam

Nach einigen Tagen am Meer kann ein Landschaftswechsel ganz gut tun. Hinter Marsa Alam beginnt die östliche Wüste, und eine Safari zeigt eine Seite Ägyptens, die mit dem Badeurlaub erstaunlich wenig zu tun hat. Je nach Tour geht es mit dem Jeep durch die Wüste, zu einer Beduinengemeinschaft oder zum Sonnenuntergang.

Für Kinder ist allein die Landschaft oft schon interessant. Plötzlich gibt es keine Korallen und Fische zu sehen, sondern Felsen, Sand, Berge und sehr viel Himmel. Bei einem Besuch in einer Beduinengemeinschaft kommt noch ein kleiner Einblick in eine Lebensweise hinzu, die mit dem Alltag im Hotel ziemlich wenig gemeinsam hat.

Bei kleineren Kindern sollte allerdings auf die Fahrzeit geachtet werden. Eine holprige Jeepfahrt über mehrere Stunden ist nicht automatisch besser, nur weil sie auf dem Prospekt als „Abenteuer“ bezeichnet wird. Eine kürzere Tour am späten Nachmittag kann für eine Familie deutlich angenehmer sein als ein ganzer Tag mit möglichst vielen Programmpunkten.

Quadfahren ist eher etwas für ältere Kinder und Jugendliche und sollte nur gewählt werden, wenn Alter und Sicherheitsvorgaben der jeweiligen Tour dazu passen. Wer sich einen Überblick über die verschiedenen Varianten verschaffen möchte, findet in unserem Beitrag 🟨 Wüstensafaris in Ägypten weitere Informationen.

Manchmal ist der beste Ausflug gar keiner

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Motiv: Familie an einem ruhigen Strand von Marsa Alam
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Alt-Text: Familie am Strand von Marsa Alam

Das klingt zunächst wenig spektakulär, ist für einen Familienurlaub aber durchaus erwähnenswert. Nach einem langen Bootstag oder einer Wüstensafari muss nicht am nächsten Morgen schon wieder der Transferbus vor dem Hotel stehen. Kinder dürfen auch einfach einmal baden, spielen, Sandburgen bauen oder im Pool verschwinden, während die Erwachsenen in Ruhe ihren Kaffee trinken.

Gerade weil Marsa Alam vor allem wegen seiner Strände und des Meeres besucht wird, wäre es schade, den Urlaub mit Ausflügen so vollzupacken, dass kaum noch Zeit dafür bleibt. Ein ruhiger Strandtag ist kein verschenkter Urlaubstag. Er ist eher die notwendige Pause zwischen zwei Tagen, an denen tatsächlich etwas passiert.

Welcher Ausflug passt zu welchem Alter?

Eine feste Altersgrenze für Ausflüge gibt es natürlich nicht. Ein achtjähriges Kind, das sicher schwimmt und seit Jahren schnorchelt, kann bei einer Bootstour besser zurechtkommen als ein zwölfjähriger Nichtschwimmer. Trotzdem gibt es ein paar vernünftige Tendenzen.

Für kleinere Kinder sind ein gut zugänglicher Schnorchelplatz, ein kurzer Bootsausflug oder eine überschaubare Wüstentour meist angenehmer als eine lange Tour mit mehreren Transfers. Schulkindern kann man bereits deutlich mehr zutrauen, insbesondere wenn sie gerne schwimmen und neugierig auf Tiere und Natur sind. Bei Jugendlichen kommen je nach Alter und Erfahrung auch längere Schnorcheltouren, Tauchen oder Quadfahren infrage.

Entscheidend ist dabei weniger das Alter allein als die Kombination aus Ausdauer, Schwimmkenntnissen und Interesse. Ein Kind, das begeistert ins Wasser springt, braucht einen anderen Ausflug als eines, das schon beim Gedanken an eine Schnorchelmaske skeptisch schaut.

Wie viele Ausflüge sind sinnvoll?

Eine Woche Marsa Alam muss nicht wie ein Stundenplan aussehen. Zwei oder drei gut ausgewählte Unternehmungen reichen vollkommen aus, insbesondere wenn der Badeurlaub eigentlich der Hauptgrund für die Reise ist.

Eine schöne Kombination kann beispielsweise aus einem Schnorchelausflug, einem Tag auf dem Meer und einer Wüstensafari bestehen. Wer sich besonders für Meerestiere interessiert, kann Abu Dabbab oder Marsa Mubarak zum Schwerpunkt machen. Und wenn nach zwei Ausflügen festgestellt wird, dass die Kinder eigentlich viel lieber am Strand bleiben, ist das ebenfalls eine ziemlich brauchbare Erkenntnis.

Gerade mit Kindern ist ein gewisser Leerlauf Gold wert. Nach einem langen Tag mit frühem Start, Sonne und vielen Eindrücken kann ein späteres Frühstück am nächsten Morgen wesentlich attraktiver sein als das nächste „unvergessliche Erlebnis“.

Was sollte bei der Planung beachtet werden?

Die üblichen Dinge wie Sonnenschutz, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser gehören natürlich ins Gepäck. Bei Bootsausflügen ist ausserdem eine leichte Jacke sinnvoll, denn auf dem Wasser kann der Wind dafür sorgen, dass es sich deutlich kühler anfühlt als am Strand.

Noch wichtiger ist der tatsächliche Zeitaufwand. Ein Ausflug kann auf dem Papier nur wenige Stunden dauern und durch Transfer, Wartezeiten und die Fahrt zum Hafen plötzlich einen halben Tag länger werden. Gerade bei kleinen Kindern lohnt es sich deshalb, den kompletten Ablauf anzusehen und nicht nur das Ausflugsziel.

Bei der Buchung sollte ausserdem klar sein, was im Preis enthalten ist und welche Ausrüstung gestellt wird. Bei Schnorcheltouren ist wichtig, ob Kinder tatsächlich ins Wasser können und wie die Betreuung aussieht. Bei Wüstensafaris sollten Alter, Sicherheitsausrüstung und mögliche Altersgrenzen für Quads vorher geklärt werden.

Unser Fazit

Marsa Alam ist für Familien vor allem dann interessant, wenn Natur und Meer Teil des Urlaubs sein dürfen. Schnorcheln, Meeresschildkröten in Abu Dabbab, ein Bootsausflug nach Marsa Mubarak oder eine Wüstensafari sorgen für Abwechslung, ohne dass daraus ein durchgetaktetes Besichtigungsprogramm werden muss. Wer die Ausflüge nach Alter, Interessen und Ausdauer der Kinder auswählt und dazwischen genügend Zeit für Strand und Pool lässt, wird wahrscheinlich feststellen, dass gerade die unspektakulären Stunden oft zu den schönsten Urlaubserinnerungen gehören.